DER WEGWEISER FÜR INFRAROT-STRAHLER


Farbe oder Monochrom?
Die erste Frage bei der Planung einer CCTV-Anlage für Tag- und Nachüberwachung ist, ob monochrome- oder Farbbilder bevorzugt werden.In vielen Fällen würden Endanwender Farbbilder gegenüber s/w-Bildern vorziehen. Aber dann muss auch auf farbkorrigierte Beleuchtung geachtet werden, damit das Bild auch in echte Farben dargestellt wird. Ein Beispiel: Viele Installateure sind es gewohnt, gelbe Niederdruck-Natrium als Straßenbeleuchtung einzusetzen. Mit falschem Weißlicht kann sogar die Leistung eines CCTV-Systems herabgesetzt werden, durch ungenaue Farbwiedergabe - eine Kamera, auch die beste, ist nur so gut, wie das Licht, dass sie zur Verfügung hat. IR-Beleuchtung kann ein Gelände über größere Distanzen ausleuchten, als vergleichbare Weißlicht-Strahler.

Was ist Infrarot-Licht (IR-Licht)?
IR-Licht ist Licht, welches das menschliche Auge, im Gegensatz zu monochromen CCTV-Kameras, nicht oder nur noch sehr schwach sehen kann. Nahes IR-Licht ist Licht mit einer längeren Wellenlänge als sichtbares Licht im Spektralbereich zwischen 700 und 1100nm, gerade jenseits des sichtbaren Spektrums. Dieses nahe IR-Licht wird für CCTV-Zwecke verwendet. Da IR-Licht keine, oder nur sehr wenige für den Menschen sichtbaren Farben enthält, kann es nicht mit Farbkameras verwendet werden.Um IR-Licht zu sehen, sind Monochrom-oder Tag-Nacht-Kameras erforderlich. Wenn CCTV-Kameras mit IR-Licht verwendet werden, sind monochrome Bilder das Ergebnis. Idealerweise findet IR-Licht seine Anwendung bei der verdeckten Überwachung, aber auch, wenn aus Gründen der Lichtverschmutzung nur wenig Licht verwendet werden darf.

Strahlwinkel
Bei der Planung einer CCTV-Beleuchtung sollte der Abstrahlwinkel eines Strahlers immer an das volle Blickfeld der Kamera angepasst sein. Die richtigen Abstrahlwinkel der Beleuchtung muss genutzt werden, um die Szenerie optimal auszuleuchten. Moderne Adaptive Beleuchtung erlaubt es den Winkel der Beleuchtung vor Ort anzupassen, je nach den spezifischen Anforderungen.
Tipp:
Der Strahlwinkel der Beleuchtung sollte immer dem Blickfeld der Kamera angepasst sein. Der ideale Weg, dieses zu erreichen ist adaptive Beleuchtung, andernfalls ist es nur ein Näherungswert.
Zu schmale Beleuchtung führt zu Überstrahlung oder Blendung in der Mitte des Bildes. Das heißt, das Bild ist nicht richtig ausgeleuchtet Zu breite Beleuchtung ist eine Verschwendung von Energie und reduziert
die mögliche Beleuchtungskapazität.

 

Traditionelle Strahlwinkel
Standardmäßig gibt es bei Strahlern feste Leuchtwinkel von Beleuchtungskörpern. In der Vergangenheit gab es vorwiegend Flut- oder Spot-(Punkt-)licht. Seit einiger Zeit setzen sicher aber vermehrt präziser abgestimmte Leuchtwinkel durch, wie z. B. 10°, 30° oder 60°. Aber auch diese Leuchtwinkel sind immer noch fix, was bedeutet, dass sie nicht flexibel an die örtlichen Bedingungen angepasst werden können. Wenn sich die Anforderungen an
die Beleuchtung ändern oder sich das Blickfeld der Kamera ändert, kann die vorhandene Beleuchtung nicht mehr den geänderten Bedingungen standhalten. Das heißt auch, dass alle Entscheidungen bezüglich der Beleuchtung vor der Installation der Sicherheitsanlage gemacht werden müssen - was oft sehr schwierig ist, da die endgültige Entscheidung über das zu beobachtende Areal und damit auch des verwendeten Objektivs erst bei der Installation getroffen wird.

Adaptive Beleuchtung
Viele Installationen verwenden Varioobjektive. Von der Beleuchtung erwarten Installateure daher eine ebensolche Flexibilität, um dem Überwachungssystem seine optimale Leistungsfähigkeit zu ermöglichen. Adaptive Beleuchtung erlaubt es dem Installateur, den Leuchtwinkel des Strahler genau and das Blickfeld der Kamera anzupassen. Damit
sind Bilder mit höchster Qualität möglich. Die Justage der Leuchtwinkel ist schnell und einfach und stufenlos feststellbar. Solche fernsteuerbar justierbaren IR-Strahler sind beispielsweise die IRM1040.