PIR-Bewegungsmelder

PIR-Bewegungsmelder sind die am häufigsten eingesetzten Melder an Gefahrenmeldeanlagen. Bewegungsmelder werden hauptsächlich im Einbruchmelde-Bereich – im Innenbereich eingesetzt. Während in der Vergangenheit fast ausschließlich Bewegungsmelder nach dem Passiv-Infarot-Prinzip arbeiteten, haben sich in letzter Zeit auch besonders Bewegungsmelder,
die zusätzlich mit der Mikrowellen- oder Ultraschalltechnologie arbeiten, durchgesetzt.
Welcher Bewegungsmelder auch eingesetzt wird, in jedem Falle ist es von extremer Wichtigkeit, den Aufbau und die Wirkungsweise eines jeden Melders genau zu kennen, bevor er installiert wird.

Die häufigste Quelle von Falschalarmen sind Bewegungsmelder – und die häufigste Ursache ist die falsche Auswahl und der unglücklich gewählte Montageort dieser Melder im Sicherungsbereich.


Heute haben die passiv arbeitenden Infrarot-Bewegungsmelder (PIR) einen technologischen Stand erreicht, der es gestattet, diese Melder auch unter komplizierten Bedingungen recht sicher einzusetzen – wenn die Installationshinweise sorgsam befolgt werden. PIR-Bewegungsmelder werden ausgelöst durch die Bewegung einer Wärmequelle quer zum Melder. Dabei spielen Temperaturunterschied, Bewegungsrichtung und Bewegungstempo eine entscheidende Rolle.

Diese Kriterien sind gegeben:

  • durch Bewegung von Menschen im Raum

aber auch:

  • durch Bewegung von Haustieren
  • durch Zugluft
  • durch Heizungen und Gebläse
  • durch sich bewegende Körper
  • durch Fußbodenheizungen
  • durch Konvektion an der Fensterscheibe
  • durch starke Lichtblitze
  • durch HF-Feldstärken
  • warmes Fax-Papier (der Klassiker)
  • und vieles mehr                                                                                                

PIR-Melder sind in der Regel nicht geeignet für:                                                               

  • Schaufensterauslagen
  • Räumen mit Fußbodenheizung
  • Außengelände
  • Nicht stabil umbauten Räumen (Scheune, Schuppen)
  • Schwimmbäder


PIR-Melder können keine Materialien, wie Glas, Papier, Karton, Stoff, Metall usw. durchdringen. Der Melder kann durch derartige Maßnahmen „maskiert“ werden. Aus diesem Grund werden (hauptsächlich im Gewerbebereich) abdeckgeschützte PIR-Melder eingesetzt.

Einige Projektierungshinweise für PIR-Sensoren:

  • PIR-Melder so installieren, dass die erwartete Bewegungsrichtung des Eindringlings quer zum Melder verläuft
  • PIR generell vom Fenster weg in den Raum richten
  • PIR nicht auf Heizungen richten
  • Auf Gebläse und auf Zugluftkanäle achten
  • Auf sich bewegende Teile im Erfassungsbereich achten
  • Auf geschlossene Fenster und Türen achten
  • Auf die korrekte Montagehöhe des PIR- Melders achten
  • Den Pulszähler in Abhängigkeit von der Größe des Raumes korrekt einstellen
  • Das richtige Linsensystem verwenden, bei PIR mit mehreren Linsen (Weitwinkel, Langzone, Vorhang)